Am 1. Dezember 2021 ist das Buch 
"Kutten-Räuchermänner -
Innovation aus dem Erzgebirge"

erschienen!

ISBN: 978-3-754927-45-8

DIN A5, Hardcover, 132 S. ,
mehr als 150 Räuchermann-Fotos
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oder über jede Buchhandlung
Preis: 32,00 €


 

Am 25. November 2022 wurde im Dresdner Stadtmuseum das Buch "Kutten-Räuchermänner - Innovation aus dem Erzgebirge" im Rahmen des "Sächsischen Landespreises für Heimatforschung 2022" mit einer Anerkennung geehrt. Die Auszeichnung erfolgte durch den Sächsischen Staatsminister für Kultus, Christian Piwarz.



Kutten-Räuchermännchen

Texte im Buch "Die Welt meiner Räuchermännchen": Seite 29 bis 32

"Otto Ulbricht gab 1938 für seine 1928 gegründeten „Werkstätten für feine Holzarbeiten und Spielwaren“ einen Katalog heraus, in dem er einen neuen Vollholz-Typen vorstellt: das Kuttenräuchermännchen. Ulbricht bot insgesamt 33 verschiedene Kuttenräuchermänner an. Durch die spezielle Körperform, einen Kegelstumpf, und die aus halbierten Drechselteilen bestehenden und direkt aufgeklebten Arme, brauchte man keine Teigarme mehr. Auch die kompliziert herzustellenden Beine und Füße ersparte man sich. 22 Räuchermännchen aus dem Katalog waren so gestaltet. Es gab aber auch fünf Männchen ohne angeklebte Arme (scheinbar wurden Arme aufgemalt). Vier Männchen hatten einen abgerundeten Körper, ähnlich denen, die später von Grete Kühn verwendet wurden (siehe S. 34). Interessant ist auch die Verwendung von Händen – auf den Körper aufgesetzte hautfarbene Holzkügelchen. Sieben Männchen haben eine Hand, Nachtwächter und Vogelmann auch zwei. Hinzu kommen noch zwei große Mohren, die von dieser Grundform abweichen.      

Auch bei Sternkopf in Gahlenz sollen in den 1930er Jahren von Herrmann Dietrich entwickelte Kuttenmännchen hergestellt worden sein.  Als Figuren nachgewiesen wurden die frühen Gahlenzer allerdings nicht, zumindest sind bisher keine entdeckt worden.    

Die in den 1930er Jahren neu entwickelten Kuttenräuchermännchen haben sich bis heute gehalten, werden von verschiedenen Herstellern neu aufgelegt oder auch weiterentwickelt. So produziert die Firma Ulbricht bis heute ein Sortiment Kuttenräuchermännchen. Der legendäre Mohr wurde 2018 zum 90. Firmenjubiläum in einer limitierten Auflage von 90 Exemplaren wieder ins Programm genommen. In der Zeit von VERO Olbernhau, Betriebsteil Seiffen, wurde eine eigene Kuttenräuchermann-Serie nur aus einem Kegelstumpf entwickelt. Im Unternehmen Holzkunst Gahlenz gehören verschiedene Kuttenmännchen bis heute zum Sortiment. Stefan Fleischer in Deutscheinsiedel hat sich auf Kuttenräuchermännchen konzentriert und hält sich dabei an die alten Vorbilder. Bei Art Design in Olbernhau/Brand-Erbisdorf und bei anderen Herstellern werden auch solche Männchen hergestellt. Sie können ihnen auf Abbildungen in diesem Buch noch mehrfach begegnen. Es gibt sie bis heute nicht nur mit Kutten als typische Kegelstümpfe sondern auch als solche mit abgerundeten Mantelflächen, in verschiedenen Größen und mit einer Reihe von Abwandlungen wie angeschnittenen Flächen.  

Die Kuttenräuchermänner folgen einer der „neuen Gestaltungsauffassungen“ die in den 1930er Jahren ihren Anfang nahmen. Sie waren für eine rationelle Serienfertigung besonders geeignet."

Im Buch "Kutten-Räuchermänner - Innovation aus dem Erzgebirge" werden von der Entstehungsgeschichte - verbunden mit der Dresdner Moderne - bis hin zu den heutigen Kuttenträgern und ihren Herstellern interessante Geschichten erzählt.

Im Buch "Die Welt meiner Räuchermännchen" finden sie zum Text Abbildungen und weiterführende Quellen.

Erfreuen Sie sich an den folgenden Abbildungen von Kutten-Räuchermännchen. Hersteller sind oder waren:
- Erzgebirgische Holzkunst Gahlenz
- Volksbetrieb Seiffen bzw. VERO Olbernhau, Betriebsteil Seiffen
- Udo Müller, Art Design Olbernhau
- Erzgebirgische Volkskunst Seiffen bzw. Richard Glässer Seiffen
- Stefan Fleischer Deutscheinsiedel (mit Video) www.holzkunst-fleischer.de